Nachsorgeprinzip „Recall”

Ein vorgeschädigter Zahnhalteapparat (Parodont) läuft ein höheres Risiko, erneut zu erkranken oder plötzlich einen Schub in Richtung Krankheit („Exazerbation“) zu erleiden. Nur eine straff organisierte Nachbehandlung (Recall) und gegebenenfalls Erhaltungsbehandlungen sichern bereits erreichte Behandlungszustände. Klinische Indizes (u.a. Sondierungstiefe, Blutungsbereitschaft), biochemische, genetische und mikrobiologische Tests erleichtern die Kontrolle und visualisieren dem Patienten den Stand der aktuellen Pflege und des parodontalen Gesundheitszustandes. Neben der konventionellen Reinigung können auch diverse adjuvante Methoden unterstützend eingesetzt werden. Die Häufigkeit der Nachsorgetermine richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem individuellen Erkrankungsrisiko des Patienten.